Maria Portrait

Hey, ich bin Maria

Ich begleite Mütter und Ihre Familien in allen Phasen der Familiengründung. Empathisch, fröhlich und voller Liebe ❤

Über mich

Maria mit ihrer Mama und Schwester

Bis jetzt war ich eine richtig neugierige Weltenbumlerin! Geboren in der nördlichen Taiga, aufgewachsen in wunderschöner Natur bis zum 7 Lebensjahr hat es meine Familie und mich nach Wolfsburg verschlagen ‐ zu der restlichen Großfamilie. Dort bekam meine junge Mama 3 weitere Kinder. Die Geburt meiner Schwester durfte ich mit eigenen Augen 2020 miterleben. Das war eines der zauberhaftesten Erlebnisse in meinem Leben. Die Geburt erschien mir als das natürlichste der Welt ‐ so ehrlich, so kraftvoll, so magisch.

Eine schwangere Frau

Nach dem Abi studierte ich Kulturanthropologie und Kunstgeschichte in Göttingen. Während eines Kunstpraktikums in Köln lebte ich bei einer wundervollen Hebamme namens Judith, die mir ihre Welt und ihr Wissen offenbarte. Sie stellte mir außerdem Sabine vor, bei der ihr ein Jahr lang mehrere Ausbildungen zur Systemischen Familienaufstellung machte und dabei viele Wunden zwischen mir und meine wundervollen Mama heilen durfte. Zusammen machten wir eine Fortbildung in Gesichtsdiagnostik und stärkten unser „Verständnis durch Erkenntnis"

Maria auf einer Radtourenfahrt

Begeistert von dieser tiefgründigen Arbeit entschied ich mich nach einem kurzen Einblick in einen Massagekurs, Osteopathie zu lernen ‐ mit dem Fokus auf Frauen und Kinder. Da mir die Arbeit als Osteopathin erst erlaubt ist, wenn ich den Heilpraktikerschein in der Hand halte, wollte ich meine vielseitigen Ideen und Lebenserfahrungen in den Beruf als Doula einbringen ‐ hautnah an Mutter und Kind, meine bisherige Lebenslaufbahn einfließen lassend. Da Ritualarbeit in meinem Leben schon immer eine bedeutende Rolle gespielt hat, kann sie hier besonders gut zur Geltung kommen. Ganz frisch kam eine Ausbildung in Neurokinesiologie hinzu.

Maria mit ihrem Herzenspartner Finn

Wenn ich gerade keine Ausbildung mache oder arbeite findet ihr mich Salsa tanzen, im Wald wandern oder Radeln, lesen, mit liebsten Menschen in der Stadt ein Eis essen, meine Familien besuchen, oder kreativ auf meinem Balkon werkeln. Ich lebe mit meinem Herzenspartner Finn in Göttingen neben einer Pferdeweide. Ich begleite Euch gerne auch in Wolfsburg, Braunschweig, Hannover und Kassel.


In meinen Worten

Hier findet Ihr meine Gedanken und Ansichten rund um meine Arbeit als Doula.

Was hat dich dazu bewegt, Doula zu werden?

Ehrlicherweise kam das durch eine Freundin, die ich vor und nach der Geburt begleitet habe. Sie hat mir gesagt, dass ihr die Zeit, in der ich da war, sehr gut getan hat und sie sehr glücklich darüber war, dass die Geburt genau in der Woche passiert ist, in der ich da war, weil sie sich mit Freundinnen abgesprochen hatte, die ihr mit ihrem Sohn helfen. Und sie hat einfach zu mir gesagt, ich sollte Doula werden. Weil ich ihr die Unterstützung gegeben habe, die sie in dem Moment gebraucht hat, ob jetzt beim Duschen und auf Toilette gehen oder mental, emotional oder beim Kochen. Oder mit dem Sohn spielen. Und diese Ruhe und Gelassenheit, die ich in die Familie mitgebracht habe, hat ihr sehr gut getan.

Und mit einer Hebammenfreundin habe ich gesprochen. Die meinte zu mir, dass sie sich, so wie sie mich kennt, mit meiner Persönlichkeit und meiner Magie gar nicht so vorstellen kann, dass ich in die medizinisch strukturierte, harte Umgebung der Hebammen passe. Weil sie mittlerweile eine ganz andere Arbeit leisten als das, was ich mir für Frauen wünsche.

Und zum anderen habe ich Osteopathie gelernt. Aufgrund der gefällten HP Prüfung brauchte ich. Und mit meinem Fokus auf Schwangere und Säuglinge osteopathisch wollte ich schon mal zumindest als Doula eine Ergänzung schaffen und die Frauen kennenlernen, die ich später potenziell auch osteopathisch begleiten kann.

Was berührt dich besonders an Schwangerschaft und Geburt?

Ich finde die Zeit der Schwangerschaft und der Geburt und auch im Wochenbett eine unglaublich magische Zeit. Es gibt für mich nichts, was so viel Wunder in mir auslöst wie die Schwangerschaft. Ich finde es faszinierend, wie ein Mensch entsteht und wie sich embryologisch die drei Zellschichten differenzieren und entfalten und dann ein Kind daraus hervorgeht, das schon eine Persönlichkeit hat. Und wie aus einem winzig kleinen Zellkern ein kompletter Mensch entsteht – im Körper eines anderen Menschen. Ich finde das wahnsinnig verrückt. Es ist einfach super spannend.

Welche Werte sind dir in deiner Arbeit am wichtigsten?

Am wichtigsten ist für mich, den Frauen und ihren Familien Zeit zu geben. Mit Ruhe und ohne Druck in die Familien zu gehen und zu erspüren, was sie wirklich brauchen. Es ist mir wichtig, keine Vorgaben zu machen und keine Ratschläge zu geben, sondern ein Gespür, eine Intuition dafür zu entwickeln, was diesem Familiensystem gut tun würde, was sie brauchen, um sich als Familie ganzer, mehr beieinander angekommen und sicherer zu fühlen.

Wie würdest du dich beschreiben, auch außerhalb deiner Arbeit?

Ich würde sagen, ich bin eine lebensfrohe Natur. Ich habe unglaubliche Neugier auf Dinge. Ich probiere gerne Sachen aus und versuche, mich erst mal auf eine Situation, auf einen Menschen, auf etwas einzulassen, bevor ich es kategorisch ablehne, und schaue, was ich daraus lernen kann. Ich glaube, in allem, was es auf der Erde gibt, steckt ein Potenzial und etwas, das man lernen und über sich selbst verstehen kann. Außerhalb meiner Arbeit versuche ich, mich als Mensch seelisch zu entwickeln und zu reifen und diese Welt mit ihrer ganzen Vielfalt zu entdecken und zu genießen. Ich finde es unglaublich interessant, was es alles auf der Welt gibt.

Was gibt dir selbst Ruhe und Kraft?

Meinen Körper zu spüren gibt mir Ruhe und Kraft. Und zwar in der Ruhe, zum Beispiel über einen rhythmischen Sport wie Laufen, Radeln, Tanzen, Yoga, Atmen. Oder über Wärme. Ich liebe Bäder. Ich liebe die Sauna. Aber auch Kälte ist gut. Manchmal mache ich morgens eine kalte Dusche. Das habe ich gelernt zu genießen. Oder über Essen, dass ich das Essen mit allen Sinnen schmecke, meine Sinne aktiviere und das alles wirklich erspüre. Wenn ich meinen Körper selber spüre, gibt mir das viel Kraft und Ruhe.

Was bedeutet für dich eine gute Geburt?

Eine gute Geburt ist für mich, wenn die Frau und die Familie und das Baby das, was sie erlebt haben, unter den Umständen, wie es nun mal gelaufen ist, gut integrieren können und in Frieden damit kommen, wie die Geburt gelaufen ist. Für mich setze ich das nicht damit gleich, dass es auf jeden Fall eine Hausgeburt sein muss, sondern eine gute Geburt ist für mich, wenn die Ereignisse gut integriert sind. Selbst wenn eine Frau keinen Kaiserschnitt wollte und dann trotzdem dort gelandet ist, dass sie aus dieser Erfahrung irgendwann einen größeren Sinn und einen Mehrwert ziehen kann. Es muss nicht sofort sein, aber wenn das, was erlebt wurde, verarbeitet und integriert ist und sogar einen Sinn ergibt, ist das für mich eine gute Geburt.

Wie begleitest du Menschen emotional bei Unsicherheit oder Ängsten?

Was ich mache, ist, selber bei mir zu bleiben und mich in meiner Ruhe zu ankern. Weil ich das ausstrahle und den Fokus komplett in der Situation behalte. Und mit meinem Herzen zuhöre. Wenn ich merke, dass Menschen sehr unsicher oder ängstlich sind und ich stabil bin, dann versuche ich, das nicht zu analysieren und zu zerdenken oder alles abzuwägen, sondern den Menschen in einen Zustand zu bringen, in dem er sich selbst und die Situation spüren kann, in dem er sozusagen ins Gespür kommt und seinen Bauch, sein Herz, seine Ressourcen wieder spüren kann. Und ich versuche, den Menschen daran zu erinnern, dass es immer eine Wahl gibt oder ein Potenzial, etwas, das einen Mehrwert hat. Und ich höre zu und bin da und verlasse den Menschen nicht. Ich begleite diesen Menschen durch den Prozess. Wir spüren die Angst gemeinsam. Wir bleiben da. Ich verlasse den Menschen nicht. Er darf die Angst spüren und darf hindurchgehen und sehen, dass er am Leben bleibt, dass alles in Ordnung ist, dass die Angst ihn nicht umbringt, sondern dass da Ressourcen im eigenen Körper sind, die in der Lage sind, nach der Angstwelle wieder Kraft zu aktivieren. Und diesen Moment warte ich ab.

Wie gehst du mit unterschiedlichen Geburtswünschen um?

Ich finde, ich habe nicht das Recht zu sagen: Deine Geburt sollte auf jeden Fall so oder so ablaufen. Wenn die Frau sich zum Beispiel einen Kaiserschnitttermin wünscht, weil sie Angst vor den Schmerzen hat, dann akzeptiere ich das erst mal. Und gleichzeitig gebe ich der Frau die Möglichkeit, sich mit ihren Ängsten auseinanderzusetzen. Und zu spüren: Bist du wirklich davon überzeugt, dass du diesen Termin brauchst? Oder spürst du irgendwo in dir den Wunsch oder die Kraft oder das Potenzial, ein Vertrauen in deinen Körper, dass du es erst mal versuchen würdest, das Kind spontan auf die Welt zu bringen?

Oder wenn die Frau sich sehr wünscht, eine Hausgeburt zu haben und dann doch in der Klinik landet, versuche ich herauszufinden, was hinter dem Wunsch der Hausgeburt steckt. Und wenn es ein Gefühl ist, zum Beispiel von Sicherheit und davon, dass ihre Lieblingsmenschen um sie sind oder dass Zuhause ein Kraftort ist, weil dort ihre Pflanzen stehen, dann versuche ich das vorher herauszufinden und für den Fall der Fälle entweder Fotos von den Lieblingsmenschen oder den Haustieren bereitzuhalten oder vielleicht ein Blatt der Lieblingspflanze abzuschneiden und in ein Glas Wasser zu geben, sodass man diese Dinge auch mit in die Klinik nehmen kann. Oder mit der Frau ein Vision Board aus ihren Fotos zu machen und das zu verankern, was ihr zu Hause wirklich Kraft gibt, sodass sie das notfalls als Ressource mit in die Klinik nehmen kann. Und nicht das Gefühl hat, dieser Kraftquellen beraubt zu sein, sondern sich ganz bewusst macht: Das und das stärkt mich. Und wie kann ich mir selber die Möglichkeit schaffen, dass ich nicht plötzlich all meine Kraft verliere, wenn das Setting sich aus irgendwelchen Gründen ändert, sondern wie kann ich mir Kräfte mobilisieren und parat stellen?

Was unterscheidet dich von anderen Doulas?

Schwere Frage. Weiß ich nicht. Jeder Mensch ist individuell. Mich unterscheidet meine Persönlichkeit von anderen Persönlichkeiten. Ich denke, selbst wenn wir das Gleiche anbieten, kommt es darauf an, wie ich persönlich als Mensch dorthin komme und den Raum halte und das anleite. Ich kann nicht sagen, dass meine Angebote sich von anderen Doulas unterscheiden, aber meine Herangehensweise und Art und Weise, wie ich diese Angebote gestalte, unterscheidet mich vielleicht von anderen. Und ich würde sagen, keine ist schlechter oder besser, weil es wundervolle verschiedene Menschen gibt und das ist gut so. Ich kann etwas auf eine Art und Weise anbieten, die andere nicht können, und andersrum genauso. Und da kommt es auf die Eltern an, was sie in dem Moment brauchen und welche Unterstützungsformen sie sich wünschen. Je verschiedener, desto besser.

Wie baust du Vertrauen zu werdenden Eltern auf?

Ich denke, dass ich Vertrauen aufbaue, indem ich transparent und ehrlich auf ihre Fragen antworte und ihnen gut zuhöre und mir Zeit nehme. Dafür gibt es zum Beispiel das erste kostenlose Gespräch, in dem wir jedes Detail klären können und in dem ich auf jede Frage antworte. Ich glaube, die Art und Weise, wie ich antworte, mit meiner Ruhe und den Worten, die ich wähle – ich bemühe mich zum Beispiel, gewaltfrei zu kommunizieren – baut Vertrauen auf. Und ich weiß nicht, viele Menschen haben mir gesagt, dass sie mir total vertrauen und dass ich schnell Vertrauen in ihnen auslöse. Deswegen kann ich das gar nicht so gut beantworten, weil es für mich so natürlich ist, dass Menschen sich mir anvertrauen, dass ich gar nicht genau weiß, wie ich das mache. Ich mache es einfach.

Was ist dir in Kontakt mit Familien besonders wichtig?

Besonders wichtig ist mir, dass wir uns aufeinander einlassen und Grenzen kommunizieren und bewahren. Dass es in der Zusammenarbeit nicht darum geht: Ich sage das oder ich mache das aus irgendeinem Gefallen oder weil ich denke, dass es sich so gehört. Sondern dass viel Authentizität und Ehrlichkeit da ist und dass die Menschen nicht kopfgesteuert denken, sie müssten das machen und so handeln, sondern dass sie gut in ihrem Gespür und in ihrer Verbindung sind und ich genauso, dass ich dabei ich selber bleiben kann und mich nicht verbiege und verstelle. Sondern dass es die Möglichkeit gibt, Nein zu sagen und die Möglichkeit gibt, sich auf etwas Neues einzulassen und Ja zu sagen. Aber dafür braucht es gegenseitiges Vertrauen.

Welche Themen begegnen dir häufig bei werdenden Eltern?

Häufig begegnen mir Themen wie emotionale Verstrickungen, Ängste und Unsicherheiten. Zum Beispiel hatte ich einen Fall bei einer jungen Familie mit dem vierten Kind. Da gab es eine emotionale Verstrickung zu anderen Familienmitgliedern, an die sie sich beim vierten Kind erinnert gefühlt haben, und sie haben diese Gefühle mit den Gefühlen zu ihrem Kind vermischt. Und es ging auch um Klinikaufenthalt, ja oder nein. Ich bin kein Feind der Klinik, aber auch kein Freund von blindem Gehorsam, sondern für mich ist wichtig, genau hinzuhören und hinzuspüren. Einfach zu wissen: Was können wir aus eigener Kraft auflösen?

Zum Beispiel durch Aufstellungsarbeit haben wir uns dann die Situation mit dem anderen Familienmitglied und auch die Situation mit dem Baby erspürt und dabei eine Empfindung der Mutter gemerkt, einen Moment, den sie noch nicht aufgearbeitet hat. Und dann haben wir an diesem Moment gearbeitet. Und ich habe sie im Gespräch in eine Ressource begleitet, mit der sie sich wohlgefühlt hat.

Und gleichzeitig – diese Dame hatte ziemlich Angst vor der Klinik – habe ich sie darin bestärkt, dass sie diese Angst vielleicht durch einen Besuch beim Hausarzt ihres Vertrauens konfrontieren könnte und es ihr viel mehr Freiheit gibt, einmal die Meinung eines Arztes gehört zu haben und zu spüren, dass auch aus ärztlicher Sicht mit ihrem Kind alles gut ist. Und gleichzeitig durfte sie ihrem Gespür vertrauen und ihrer Intuition und hat Selbstvertrauen gewonnen und ihre Selbstwirksamkeit gespürt, indem sie ihr Thema aufgearbeitet hat.

Und dann ist das eine Arbeit Hand in Hand. Es ist eine Zusammenarbeit zwischen dem, wohin ich begleite – ins eigene Gespür kommen, in den Kontakt mit dem eigenen Körper kommen, auf seine Intuition zu vertrauen, seine Emotionen und Gedanken als Orientierungsbahn zu nehmen und seine Empfindungen – und gleichzeitig das von außen bestätigen zu lassen und sich nicht von Ängsten leiten zu lassen, nur weil es Schulmedizin ist. Sondern sich klarzumachen: Die Schulmedizin hat ihre Berechtigung und kann auch wirklich Leben retten. Dann ist es wichtig, manchmal genau hinzuhören und sich nicht von den Ängsten treiben zu lassen und das sowohl auf seelischer Ebene als auch auf medizinischer Ebene abzuklären und zu schauen, was dann der beste Weg ist.

Wie hilfst du ihnen, sich sicher und gesehen zu fühlen?

Um bei dem Beispiel zu bleiben: Ich habe den Partner miteinbezogen, weil die Mama so verunsichert war. Und der Partner hatte dann die Idee, das Kind beim hauseigenen Hausarzt untersuchen zu lassen. Es war kein offizieller Kinderarzt, aber trotzdem haben ausgebildete Schulmediziner auch den Bereich Kinder mitgelernt und sind Ärzte mit Erfahrung. Das heißt, sie hatten sich der schulmedizinischen Untersuchung geöffnet und gleichzeitig war es ein Arzt des Vertrauens. Und sie haben das gemeinsam als Team entschieden. Die Frau war dann nicht allein mit der Entscheidung und der Partner hatte ebenfalls das Gefühl von Selbstwirksamkeit. Und das war ein guter Weg, ein guter Mittelweg, um die Ängste aufzulösen und sich als Team gemeinsam zu konfrontieren und Erfahrung zu sammeln.

Warum ist eine Doula-Begleitung aus deiner Sicht wertvoll?

Der Mensch hat unglaubliche Ressourcen, und der Körper hat große Kräfte zur Selbstheilung und Selbstregulierung. Manchmal stecken wir aber so tief fest, dass wir uns nicht selbst aus dem Loch rausholen können, in das wir gefallen sind. Und wir brauchen eine andere Hand, um erst mal aus dem Loch zu kommen und dann zu schauen, wie wir uns selbst helfen können. Es gibt verschiedene große Löcher, in die man treten kann. Wenn es knietief ist, dann kann man sich gut selber helfen. Aber wenn man komplett reingefallen ist und es nichts gibt, woran man sich hochziehen kann, dann braucht man eine außenstehende Person, die nicht in diesem Loch ist, um einen da rauszuholen, ganz sinnbildlich gesprochen. Manche Themen sind für andere nicht so tiefgreifend und belastend wie für einen selbst. Und dann braucht man Hilfe, um aus diesem Loch rauszukommen.

Deswegen ist die Begleitung als Doula für mich so sinnvoll, weil die Mediziner und die Hebammen eine wundervolle Arbeit leisten. Sie sichern das Leben. Sie schauen, dass medizinisch alles gut, gesund und sauber abläuft. Und gleichzeitig gibt es Erfahrungen, Traumata oder anderes aus dem Leben eines Menschen, das in so einer Geburtssituation hochkommen kann, weil die Geburt etwas so Intensives ist, dass bei Frau und Mann alles, was im Leben bisher passiert ist, mitberührt werden kann. Da werden solche Kräfte mobilisiert, dass auch unverarbeitete Erfahrungen hochgespült werden können, unbewusste Empfindungen von der eigenen Geburt oder unbewusste Ängste oder Glaubenssätze, die man im Laufe des Lebens angesammelt hat. Jeder Mensch hat seinen Rucksack.

Und bei der Geburt öffnet sich dieser Rucksack, und da können manchmal Dinge rausfallen, die gar nicht im Aufgabenbereich der Schulmediziner liegen. Es ist nicht deren Aufgabe, den Rucksack zu durchschauen und vorher abzulegen, was nicht bei der Geburt dabei sein sollte. Oder in dem Moment etwas aufzuheben. Die haben den vollen Fokus auf Werte, Frau, Kind und so weiter. Was mit dem Mann passiert, interessiert sie gar nicht. Was emotional bei der Frau passiert, interessiert sie nicht, weil sie die Körper in Sicherheit bringen müssen. Das ist der Job. Und das machen die richtig gut.

Ich schaue wiederum auf den Rucksack und schaue: Hey, du hast da was liegen gelassen. Dir ist etwas rausgefallen, deswegen fühlt sich das komisch an. Da ist eine unverarbeitete Emotion hochgekommen, die dir gerade total im Weg steht. Und gemeinsam räumen wir alles auf. Räumen wir diesen Rucksack auf.

Was bedeutet Weiblichkeit und Eltern werden für dich?

Weiblichkeit bedeutet für mich zu akzeptieren, dass es einen Unterschied gibt zwischen Männern und Frauen, dass sehr viele medizinische Normwerte in der Vergangenheit an Männern getestet wurden, dass viele Medikamente, Werte, Zahlen, Daten und Fakten mit Männern getestet wurden und in die Lehre gegeben wurden, und dass Frauen durch ihren Zyklus, ihren anderen Hormonhaushalt und ihren anderen Körperbau andere Bedürfnisse und Herangehensweisen haben, die genauso wundervoll und wertzuschätzen sind wie die männlichen.

Weiblichkeit bedeutet für mich, zu akzeptieren, dass der eigene Körper anders funktioniert und andere Kräfte mobilisieren kann als der Körper eines Mannes. Und über den Körper hinauszugehen, sich mit dem Körper auseinanderzusetzen und ihn vollkommen so anzunehmen, wie er ist, und den eigenen weiblichen Weg zur Gesundheit zu finden. Dass eine Frau zyklisch ist, viel im Wandel ist, körperlich ganz andere Dinge produzieren und ganz andere Kräfte mobilisieren kann als ein Mann, dass das einen eigenen Weg zur Balance, zur Gesundheit und zum Wohlfühlen braucht als den des Mannes. Und dass Weiblichkeit für mich trotzdem nicht die Ablehnung des Männlichen bedeutet, sondern auch, sich für das Männliche zu öffnen und Begegnung mit dem Männlichen zu schaffen, aber dennoch ganz im Weiblichen verankert zu sein und sich sicher und wohl mit dem Weiblichen zu fühlen.

Und Eltern werden ist für mich eine große Transformation, weil ich als Mensch ohne Kind für mich verantwortlich bin. Und wenn ich Vater oder Mutter werde, bedeutet es, die Bereitschaft aufzubringen, einen anderen Menschen zu beschützen, zu unterstützen, zu halten, zu leiten und ihm die Welt zu zeigen. Auf eine fundamentale und sinnintensive Weise. Einem Erwachsenen kann ich auch die Welt zeigen. Aber ein Kind entdeckt die Welt und saugt alles in sich auf wie ein Schwamm. Für das Kind, für sein leeres Blatt Papier, brauche ich besondere Aufmerksamkeit und Achtsamkeit. Was ich dem Kind zeige, wie ich ihm die Welt zeige, wie ich das Kind begleite. Und als Elternteil brauche ich die Bereitschaft dafür, und das setzt eine gewisse Reife voraus.

Bei einem erwachsenen Menschen kann ich vielleicht erwarten, dass er, wenn er traurig ist, sich selber Hilfe holen kann. Ein Kind kennt vieles noch nicht. Ein Kind hat zwar sehr viel innere Weisheit und Intelligenz und viel Gespür, Kinder sind für mich reine Wesen, die noch viel instinktiv und intuitiv wissen, und dennoch brauche ich die Reife zu erkennen, dass dieses Kind, das zum Beispiel tobt und unausgeglichen ist und kämpft, und dass ich nicht das Kind bin, das mitkämpft, sondern die Person, die diesem Kind einen Ausweg zeigen kann. Und ich die Person bin, die diesen Raum halten lernen muss, die bewusst lernen darf, auch sich selber zu helfen, die Entscheidungsmacht und Selbstwirksamkeit besitzt.

Dieses Verantwortungsgefühl für sich selbst, für mein Leben, mein Leben in die Hand zu nehmen und einem Kind ein Vorbild darin zu sein, wie es ist, wenn man sein Leben mit all seinen Konsequenzen selber leben kann, also dem Kind den Weg zu zeigen, indem man es selber vorlebt – das ist für mich Elternsein. Und gleichzeitig auch, von einem Kind lernen zu dürfen. Wenn man merkt, das fällt mir selber total schwer und ich rutsche in eine persönliche Krise und ich bin selber noch drei und will jetzt nicht und bin trotzig und sage nein, dann braucht es die Bereitschaft, sich das genau anzuschauen und sich selbst zu entwickeln, weil das Kind einem dieses Verhalten zeigt. Und es macht das nicht böswillig, sondern es ist einfach noch da.

Ich denke, als Elternteil ist es wichtig, diese Bereitschaft zu haben, zu lernen, zu reifen, zu wachsen und sich genau anzuschauen, wo man selber noch ein Kind ist und wo man selber in die eigene Kraft kommen kann, wo man merkt: Da würde ich selber noch Unterstützung brauchen, um in meine eigene Kraft zu kommen. Das ist für mich Elternsein: diese Wechselwirkung und diese tiefgehende, ehrliche Interaktion zuzulassen. Weil ein Kind ist, glaube ich, wie der Partner der krasseste Spiegel und das Persönlichste, was es gibt, was am meisten mit mir zu tun hat, weil ein Kind mir meine Verhaltensweisen und meine Glaubenssätze spiegelt. Es erzählt mir viel über mich. Es lehrt mich viel. Meine Reaktion kann ich anhand des Kindes, das noch nicht verkopft ist, sondern richtig im Körper und in seinen Emotionen frei ist, erkennen. Daran kann ich mich selbst erkennen.

Und Elternsein bedeutet für mich diese Bereitschaft zur Selbsterkenntnis und zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Inneren. Und als Erwachsener kann ich mit meinen Freunden gut aussuchen, was ich zeige und was nicht, und ein Kind ist da radikal. Nicht böswillig, sondern radikal ehrlich. Es zeigt alles, was es gibt. Und als Eltern ist es, denke ich, die Bereitschaft, sich das anschauen und aushalten zu können und zu sehen, wo man selber noch Entwicklung braucht und wo man selber seine Stärken hat und dem Kind zeigen kann: So kann man es machen.

Was wünschst du dir für die Geburt Geburtskultur?

Ich wünsche mir, dass Geburt keine Krankheit ist. Ich wünsche mir, dass Geburt, Muttersein und Vatersein viel mehr in der Gesellschaft als natürlicher Teil des Lebens angesehen werden. Ich wünsche mir, dass in der Geburt die Zusammenarbeit von Frauen, sprich Hebammen, Doulas, Geburtshüterinnen, geschätzt und gestärkt wird und dass es weniger Konkurrenz und Besserwisserei gibt, sondern Zusammenarbeit und spirituelle Verbindung zwischen den Frauen, dass sie sich eher unterstützen und begleiten und ihr Wissen miteinander teilen.

Ich wünsche mir, dass Geburt, Elternsein und Kinder viel mehr gesellschaftlich akzeptiert werden, dass zum Beispiel Stillen in der Öffentlichkeit nicht verpönt wird, sondern als natürlicher Teil des Lebens angesehen wird. Ich wünsche mir, dass Geburt nicht nur mit den schrecklichen Geschichten aus dem Krankenhaus assoziiert wird, sondern dass positive Geburtserlebnisse nicht Schrecken und Panik bei einer Familie oder Frau auslösen, sondern Faszination, Magie, Vorfreude, Kraft, dieses Gefühl von: Was mein Körper da leisten kann, das ist genial.

Und dass Geburt und Elternsein auch innerhalb eines Paares als Teil des Lebens gesehen werden, als natürlicher Teil der Weiterentwicklung. Und dass Geburt mit einem Gefühl von Dorf verbunden ist. Es gibt viel zu viele Menschen, die sehr alleine sind und sich einsam fühlen. Und ich würde mir wünschen, dass Menschen sich trauen zu gebären, weil sie das Dorf um sich herum spüren und das Netzwerk und diese Vielfalt an Möglichkeiten, wie sie sich unterstützt fühlen von ihrem Dorf und ihrem Netzwerk. Und dass Geburt als Teil des Lebens angesehen wird und nicht als etwas, das im dunklen, versteckten Kämmerlein pathologisiert wird und als schreckliche Lebenserfahrung abgestempelt wird, vor der man Angst hat, sondern dass Geburt wirklich als etwas ganz Natürliches im Leben verankert ist. Dafür braucht es natürlich eine gesellschaftliche Umstrukturierung, aber so würde ich es mir visualisieren.

Welche Rolle spielt Intuition in deiner Arbeit?

Intuition ist für mich ein Werkzeug. Wenn ich mit meinem Körper verbunden bin und ganz bei mir bin und viel Ruhe und Kraft spüre, ist Intuition ein weiterer Sinn wie riechen, hören, schmecken und so weiter. Das ist für mich ein Wahrnehmungssinn, um Informationen wahrzunehmen. Und mithilfe der Intuition steht mir und auch der Familie, wenn sie auf ihre Intuition vertraut, ein weiterer Sinn zur Verfügung, um die Situation wahrzunehmen und eine Entscheidung zu treffen.

Und man sagt oft, dass eine Bauchentscheidung in manchen Momenten sinnvoller ist als die analytische Kopfentscheidung. Der Kopf ist dazu da, die Informationen zu analysieren, zu verknüpfen und zu verarbeiten. Aber die Intuition ist dazu da, die Informationen überhaupt erst aufzunehmen. Deshalb ist es für mich wichtig, mit der Intuition zu arbeiten und manche Entscheidungen nicht nur aus dem Kopf zu treffen, sondern mit dem Körper zu spüren. Und Intuition verankere ich stark im Körpergespür. Es gibt Menschen, die einen klaren Verstand haben und gut mit dem Verstand entscheiden können. Aber es gibt auch viele Menschen, die ihr Körpergefühl brauchen, um Informationen wahrzunehmen, und das ist für mich Intuition.

Maria und ihre Schwester

Mein Commitment

Liebe Mama

Es geht um Dich! Du bist die nährende Quelle der Liebe für Dein Kind und Deinen Partner. Dir darf es an erster Stelle gut gehen! Es geht um Dein Seelenwohl. Ich bin in erster Linie mit meiner Wärme und Kraft für Dich da! Eine Mama, Dich sich sicher fühlt, kann Ihrem Kind Halt geben und sich mit Ihrem Partner verbunden fühlen. Gemeinsam regulieren wir Dein Nervensystem und sorgen für Erdnung, Kraft und Stabilität.

Liebes Baby

Ich halte Dich und schenke dir meine beruhigende Ruhe. Ich helfe dir auf dieser Erde anzukommen und in den Armen und Herzen Deiner Eltern zu landen. Mit dem Wissen um Deine Bedürfnisse, helfe ich Dir Dein Sprachrohr zu sein.

Lieber Papa

Ich führe Dich. Ich weise Dich klar in die notwendigen Handgriffe ein und teile mein Wissen mit dir, sodass Du Dich in das Gefühl von Sicherheit entspannen und es auf Deine Familie ausweiten kannst. Das ist Deine Kraft.

Liebe Hebamme

Du bist sehr wichtig! Du schützt das Leben von Mutter und Kind. Du besitzt wertvolles Können und Wissen. Du hast die richtige Intuition. Ich unterstütze Dich und erinnere Dich an die VerbinDung zu Deinen Lehrerinnen, weisen Vorgängerinnen und an Die heilsame, freundschaftliche, Gemeinschaft schaffende VerbinDung zwischen uns Frauen. Gemeinsam können wir Wunder kreieren.

Ich als Doula

... stehe stellvertretend für die Kraft der liebenden Mutter. Ich hüte, ich halte, ich achte auf Euch. Ich beschütze, versorge und nähre Euch. Ich wärme, ich spüre und ich weine mit Euch. Ich helfe wo ich gebraucht werde, ich gebe Raum und Rücksicht. Ich sehe Euch. Ich höre zu. Ich bin einfach da.

Lass uns gemeinsam Deinen Weg gestalten 🎨

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Montag-Freitag (8-18 Uhr).

Das Erstgespräch ist kostenfrei und unverbindlich. Ich freue mich auf Euch!

Maria im Portrait